KCU

(Informationen von Benecke Coffee, Hamburg)

Kurzporträt von KCU

Produkte

Kaffee, Arabica und Robusta

  • Anbauhöhe: 800 – 1.500m

Standorte

Bukoba, Muleba und Misenye in der Region Kagera, Tansania

Gründungsjahr 1950

Geschichte

  • 1950: Gründung von BNCU als Vorgänger von KCU, damaliges Ziel: Organisation des gemeinsamen Transports und Vermarktung des Kaffees in der Kagera-Region
  • 1990: BNCU wird aufgelöst und privatwirtschaftlich unter dem Namen KCU (Kagera Co-operative Union) fortgeführt
  • 1990: Erhalt der Exportlizenz
  • 1993: Fairtrade Zertifizierung durch FLO (Fair Trade Labeling Organization)
  • 1998/1999: Umstellung auf biologischen Kaffee-Anbau (30% wird derzeit biologisch angebaut)

Struktur der Kooperative

  • Anbaufläche: 15.000 ha
  • Jahresproduktion: über 9.000 t / Jahr
    • 15% der Ernte wird zu Instant-Kaffee verarbeitet
    • 90% Robusta Kaffee, 10% Arabica Kaffee
  • Anzahl der Mitglieder: über 60.000 Kleinbauern (ein Drittel sind Frauen)
  • Zusammenschluss zu 126 Kooperativen
    • Einzelkooperativen auf Dorf- / Gemeindeebene organisiert, umfassen jeweils ca. 600 Mitglieder
    • Einer durchschnittlichen Farm stehen 2,5 ha (davon 0,8 ha für Kaffee) zur Verfügung, jährlicher Anbau von ca. 130 kg
  • Abhalten von Generalversammlungen mit Delegierten aus den jeweiligen Dorfgemeinschaften (Interessen der Produzenten sollen direkt vertreten werden)
  • Ziel: noch mehr Kaffee veredeln und verkaufen, um Wertschöpfung vor Ort zu generieren

 

 

Ausstattung:

  • Beteiligung an der einheimischen Instant-Kaffee-Fabrik TANICA: Weiterverarbeitung des Rohkaffees zu Löskaffee (500 t / Jahr) ; Fabrik arbeitet nach den Prinzipien des Fairen Handels
    • Faire Entlohnung der Mitarbeiter
    • Mitarbeiter sind sozialversichert
    • Mitarbeiter werden durch Betriebsrat vertreten
    • Mitarbeiter halten 1% der TANICA-Anteile

 

KCU organisiert für seine Mitglieder:

  • Aufkauf
  • Transport
  • Verarbeitung
  • Qualitätskontrollen
  • Export
  • Vermarktung
  • (ökologische, technische) Beratungen, z.B. zu Bio-Düngern
  • Vergabe von neuen Kaffeepflanzen
  • Bildungsfond zur Finanzierung von Schulstipendien
  • Fond zur Finanzierung des Kaffeeankaufs (dadurch mehr Unanhängigkeit von Bankkrediten)

Besonderheiten

  • Lizenz erlaubt KCU die Teilnahme an der nationalen Kaffeebörse; dadurch Direktvermarktung und höhere Erlöse für die Mitglieder
  • Anbau von Gemüse und Obst für den Eigenbedarf und zum Verkauf auf dem lokalen Markt
  • Kleinbauern gehören dem tansanischen Volk der Haya an

Bereits verwirklichte Projekte aus der Fairtrade Prämie

  • Beteiligung an der einheimischen Instant-Kaffee-Fabrik TANICA (53%): dadurch ist Weiterverarbeitung, Einkommensschaffung vor Ort und mehr Unabhängigkeit möglich
  • Finanzierung von Gemeinschaftsprojekten
    • Ausbau der Infrastruktur (Bau von Straßen und Brücken)
    • Verbesserung der Trinkwasserversorgung
    • Errichtung von Schulen und Ausstattung mit Schulmaterialien
    • Errichtung von Gesundheitszentren
  • Umstellung auf biologischen Kaffee-Anbau und Bio-Zertifizierung
  • Weitere Schulungen und technische Beratungen zum Kaffee-Anbau, Kaffee-Qualität, Fairtrade
  • Anschaffung moderner Maschinen (mobile Schälmaschine)
  • Unterhalt eines Hotels als weitere Einkommensmöglichkeit für den Verband

 

Monitoring

  • FLO (Fair Trade Labeling Organization) seit 1993 (FLO-ID Nr. 797)
  • Biozertifizierung seit 1999

 

Länderinformation

Informationen über Tansania

Author: Janina Lange on 29. März 2017
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