Hängematten

Hängematte

 

Der spanische Ausdruck “Hamaca” für Hängematte geht vermutlich auf ein Wort aus der Sprache des indigenen Tainovolkes zurück, das soviel wie “Fischernetz” bedeutet. Es kann sich jedoch auch von dem Baum “Hamak” ableiten, aus dessen Rinde früher Hängematten geflochten wurden.

 

Hersteller

 

Material

  • 100% Baumwolle, handgewoben
  • Aufhängeschnüre aus Polyester
  • Keine AZO-Farben (Lexikon)

 

Herstellungsprozess

  • Aufwickeln der Fäden im richtigen Muster auf Rolle des Webstuhls
  • Spindeln werden für die Querfäden mit den richtig gefärbten Fäden aufgewickelt
  • Einrichten des Webstuhls, Exaktes Verknoten der Längsfäden per Hand
  • Beginn des Webens: 8-10 Hängematten pro Tag, Anzahl der Fäden und „Schlagkraft“ des Webstuhls bestimmen Hängemattendichte und ihre Stabilität
  • Flechten der Aufhängeschnüre aus gleichen Baumwollfäden
  • Nach 15 Tagen ist eine Rolle Hängemattenstoff fertig gewebt
  • Schneiden der Stoffe in richtige Längen
  • Enden werden mit einer durchgehenden Schlaufenschnur versehen, das Ganze mit einer extra Naht umgenäht
  • Schnüre werden in Handarbeit in richtiger Länge an die fast fertigen Hängematten gebunden und die Aufhängeschlaufe werden extra verstärkt

 

Pflegehinweis

  • Maschinenwäsche im Schonwaschgang bis 40°C
  • Nicht in den Trockner geben

 

Geschichte

  • In prähispanischer Zeit: Urbevölkerung Lateinamerikas produziert Baumwolle und Indigo (tiefblauer Farbstoff aus der Indigopflanze)
  • Indígenas lehren Spaniern Färben der Fäden
  • Ursprung der Hängemattenproduktion: in Mesoamerika (Mexiko, Belize, Guatemala, El Salvador, Honduras, Nicaragua, Costa Rica)
  • Vor 50 Jahren Produktionsbeginn der Hängematten
  • 1973: Start des Hängemattenexportes
  • Produktion von Hängesitzen folgt
  • Weberei ist eine der Haupteinkommensquellen der Region

 

Fotos

Author: on 23. Oktober 2014
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